Sonntag, 13. Mai 2012

I'm useless when I'm happy

P!nk hat mir einmal mehr aus der Seele gesprochen- "I'm useless when I'm happy". Deshalb habt ihr auch so lange nichts von mir gehört. Verliebt, alles rosxarot und so gut wie es nur sein kann. Nur das Schreiben habe ich dabei vermisst. Ich "kann" nicht schreiben, wenn es mir gut geht- dann bin ich nutzlos. Doch seit einiger Zeit geht es mir nicht mehr so gut. Manchmal sogar richtig schlecht, dass es mir beinahe Angst macht. Mit weinen bis ich durch die Erschöpfung einschlafe, ohne den Grund für meine Tränen fassen zu können. Absolute Antriebslosigkeit. Niemanden sehen zu wollen und sich gleichzeitig einsam fühlen. Und nichts auf die Reihe kriegen. Und das Schlimmste dabei... Schreiben kann ich noch immer nicht.





Mittwoch, 25. April 2012

So sollte es immer sein

Ihre Augen strahlten. Sie legte den Kopf in den Nacken und lachte, als er sie einmal um sich selbst wirbelte, nur um sie dann wieder zu sich zu ziehen und festzuhalten. Dieses Spiel wiederholte sich, immer und immer wieder, während sie sich im Takt der Musik bewegten. Sie vergass alles um sich herum, liess sich fallen und genoss jeden Augenblick. Seine Augen, die ihren Bewegungen folgten. Das Lächeln, das sich in seinen Augen wiederspiegelte. Seine Wärme und seine Arme, die sie immer wieder aufs Neue umschlossen. Sie fühlte sich leicht, beinahe schwerelos. Von ihm getragen, Von ihrer Liebe. So sollte es immer sein, dachte sie, als er sie wieder an sich zog und sie ihr Gesicht an seiner Brust barg und seinen Geruch einatmete. Er führte sie wieder in eine Drehung, drehte sich selbst dann auch und sie staunte, wie eingespielt sie bereits auf die Bewegungen des anderen reagierten, wie ihre Körper wie ein einziger agierten. Sie waren in einer anderen Welt, die restlichen Mensch um sie herum ausgeblendet, gab es für einen Moment nur sie und ihn. Sie konnte den Blick kaum von ihm lösen. Er wirkte glücklich und strahlte, wie sie es bei ihm lange nicht mehr gesehen hatte. Sie wollte sich dieses Bild verinnerlichen, es auf ihrer Netzhaut einbrennen, um es an den schlechten Tagen wieder hervorzuholen- um sich daran festzuhalten. Eine schwere Traurigkeit mischte sich mit der Leichtigkeit des Glücks- die Realität schlich sich ein und sie bemerkte, dass das Lied am ausklingen war und er in seinen Bewegungen innehielt, sie aber immer noch ganz nache an sich drückte. Sie schloss die Augen, versuchte die Traurigkeit wegzudrängen, um sich noch einen Moment an dem unermesslichen Glück festzuhalten.
Sie fühlte seinen Blick auf sich ruhen, hob ihr Kinn und sah ihn lächeln. "So sollte es immer sein.", flüsterte er und sie kämpfte gegen die Tränen, die sich klammheimlich in ihre Augenwinkel geschlichen hatten.
Die Musik spielte in ihrem Herzen weiter, schwach nur, doch sie war da. "Ja", murmelte sie, "So sollte es immer sein.".


via tumblr

Montag, 23. April 2012

100 Strangers

Bekanntlich
 mag ich ja Foto-Projekte. Aber jetzt bin ich wohl auf meinen absoluten Favoriten gestossen, der mich gleciehrmassen herausfordert und fasziniert- 100 STRANGERS auf flickr. Das Ziel ist es, Fotos von 100 Fremden Menschen zu shcliessen, diese dabei um Erlaubnis für ein Foto und dessen Veröffentlichung zu fragen und mit ihnen in ein Gespräch zu kommen- einfach perfekt für mich. Glecihzeitig bildet die Gruppe eine wunderbare Austauschmöglichkeit, Kommentare und Feedback von 7000 Mitglieder aus der ganzen Welt.

Bis jetzt habe ich nur positive Begegnungen gemacht und erstaunlicherweise noch keine einzige Absage erhalten. Die Menschen sind viel offener und eher dazu bereit, sich einfach fotografieren zu lassen, als man annemen könnte. Und noch mehr davon teilen gerne etwas aus ihrem Leben mit Unbekannten.

Online sind erst meine ersten 5 Strangers, auf der Festplatte warten aber noch einige- HIER findet ihr mehr davon. 






Mittwoch, 18. April 2012

Träume

Sie wachte mitten in der Nacht auf und fragte sich, wohin ihre Träume verschwunden seien. Nicht jene Träume, die einen nachts in wunderbare Fantasiewelten entführen, Unmögliches möglich machen oder einen schweissgebadet aufwachen lassen, nein. Sie dachte an die Träume, die einen zu einem besseren Menschen werden lassen. Träume, Wünsche, Ziele, die man für das eigene Leben hat. Träume, die einem Antrieb und Energie spenden. Die einen hoffen lassen, dass es einen guten Grund gibt, weshalb man sich jeden Morgen aus dem Bett schält. Früher hatte sie viele davon. Träume, die ihr das Gefühl gaben, etwas Wichtiges zu tun in dieser Welt. Jene Art von Träumen, die einem das Gefühle geben, etwas Gutes zu tun, wichtig zu sein. Denn wenn alle Menschen solche Träume hätten und auf diese hinarbeiten würden, sähe die Welt vielleicht anders aus, dachte sie. Wieder ein bisschen farbiger, fröhlicher. Sie starrte an die Zimmerdecke und fragte sich, wohin diese Träume verschwunden waren, was passiert war, dass sie überhaupt verschwanden. Sie fragte sich, ob das unweigerlich zum Erwachsenwerden dazugehöre, dass man seine Träume aus den Augen verliere, sie verdränge oder einfach nur zurückstosse. Sie fragte sich, ob das allen so ging, die langsam erwachsen wurden und den Ernst des Lebens erkannten. Wenn ja, dann wollte sie nicht erwachsen werden. Träume sollten doch überall Platz haben, egal wie alt man war. Sie wollte nicht so weiterleben, von Tag zu Tag, Monat zu Monat ziellos durch den Alltag zu streifen, herum zu irren. Sie wollte wieder Träumen.Sie wollte von Herzen lachen, ohne sich um die Blicke Fremder zu scheren. Sie wollte tanzen und singen. Leicht und schwerelos sein. Sie wollte träumen. Sie wollte hoffen.

Und so schlief sie ein- mit dem Traum wieder Träume zu haben.



„Es ist wichtig, Träume zu haben, die gross genug sind, dass man sie nicht aus den Augen verliert, während man sie verfolgt“
Oscar Wilde

Dienstag, 21. Februar 2012

Distanz

Die Distanz zwischen uns scheint greifbar,
Dick und zähflüssig schwebt sie zwischen uns.
Und mit jedem Schritt den ich auf dich zu mache,
Machst du zwei Schritte zurück.

Du hast Angst mich zu verletzen,
Doch was am Meisten verletzt ist deine Mauer, die du um dich herum aufbaust.
Und mit jedem Schritt den ich auf dich zu mache,
Machst du zwei Schritte zurück.

Du hast Angst, dass ich dich nicht verstehen könnte,
Doch wie soll ich dich verstehen, wenn du dich mir nicht offenbarst?
Und mit jedem Schritt den ich auf dich zu mache,
Machst du zwei Schritte zurück.

Ich möchte dir zuhören,
Doch alles was über deine Lippe kommt ist Stille.
Und mit jedem Schritt den ich auf dich zu mache,
Machst du zwei Schritte zurück.

Ich strecke meine Hand nach dir aus,
Doch du wendest deinen Blick davon ab.
Und mit jedem Schritt den ich auf dich zu mache,
Machst du zwei Schritte zurück.

Bitte- Engleite mir nicht!
Denn mit jedem Schritt den ich auf dich zu mache,
Machst du zwei Schritte zurück.

Mittwoch, 15. Februar 2012

Blue moon

Blue Moon, you saw me standing alone,
Without a dream in my heart,
Without a love of my own,
Blue moon, you knew just what I was there for,
You heard me saying a prayer for,
Someone I could care for,
And then there suddenly appeared before me,
Someone my arms could really hold,
I heard you whisper "Darling please adore me,"
And when I looked to the moon it had turned to gold,

Blue moon, now I'm no longer alone,
Without a dream in my heart,
Without a love of my own.


Blue Moon- Originally Written by Rodgers and Hart (1934)


© Letters from the Inside


Dienstag, 14. Februar 2012

Ziemlich verknallt

Aus dem ganz normalen Schulalltag. Oder aus dem Kinderleben gegriffen. Oder aus der wunderbaren Anekdoten-Kiste einer Grundschullehrerin. Pick one. Oder alle zusammen.


Die 6jährige Noemi springt am Morgen vor Schulbeginn auf mich zu und ruft freudig meinen Namen.
"Alles Gute zum Valentinstag Frau R., ich hoffe du bist ganz fest verliebt. So wie ich! Der Christian hat mir nämlich das aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaallerschönste Valentinstags-Geschenk überhaupt geschenkt!! Rate mal...!"
Gute Frage.... was schenken sich 6Jährige, die während einem Schultag kein Wort miteinander sprechen denn zum Valentinstag...?
"Eine Zeichnung vielleicht...?"
"Neeeeeeeeeeein!! Er hat mir sein Freundschaftsbuch gegeben. Wenn ich reinschreibe dann sind wir dann so richtig verknallt!", und dabei strahlte sie übers ganze Gesicht.
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Zwei Minuten später. Evodie kommt ins Klassenzimmer:


"Frau R., Frau R.! Christian hat mir versprochen, dass er mir sein Freundschaftsbuch bringt. Weisst du, weil heute doch Valentinstag ist. Er ist nämlich in mich verknallt!!"
Und noch bevor ich irgendetwas darauf entgegnen kann, rennt sie in den Kreis, um Noemi von ihren Neuigkeiten zu erzählen.

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Kurz vor dem Klingeln kommt dann auch noch der begehrte Jüngling ins Klassenzimmer- eine grosse Zeichnung in der Hand und einGrinsen auf dem Gesicht.
"Frau R., das ist für dich- zum Valentinstag..:"
Und in seiner krakeligen Schrift steht dort: ICH LIEBE DICH!
Ein Schmunzeln unterdrückend bedanke ich mich bei ihm, kann aber nicht umhin ihn ein wenig zu necken:

"Ich habe gehört, du hast zwei anderen Frauen auch noch ein Valentinstagsgeschenk gemacht...."
Sein Grinsen wird noch breiter, er dreht sich kurz um und wirft einen Blick in den Kreis und strahlt mich schelmisch an:
"Weisst du Frau R.... Ich habe gedacht, am Valentinstag sollte man nicht alleine sein. Und wenn ich gleich zwei Mädchen einen Antrag mache... dann ist doch die Wahrscheinlichkeit grösser, dass EINE mich will.Und wenn mich beide wollen, dann nehme ich einfach Noemi, die ist nämlich hübscher!"

Der Junge kriegt von mir die Bestnote in Mathe- in dem Sinne: HAPPY VALENTINE'S DAY