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Posts mit dem Label "Familie" werden angezeigt.

Zuhause ist da, wo du den Lichtschalter auch im Dunkeln findest

"Ich liebe es, nach Hause zu kommen und zu wissen,dass du dich da irgendwo versteckts... Dass ich dich nur finden muss, in meine Arme nehmen und küssen kann..." Experiment GEMEINSAM WOHNEN. Klingt verrückt, nach dem man knapp zwei Monate zusammen ist... zumindest für meine Verhältnisse. Seine Eltern sind in Costa Rica und ich deshalb gerade bei ihm eingezogen. Zumindest für zwei Wochen. Seine jüngere Schwester hat gleichzeitig ihre beste Freundin einziehen lassen und so sind wir zu viert in dem Haus- eine kleine Familie. ich habe in dieser Zeit ein praktikum und er baut sein Zimmer um "Du als arbeitende Mutter, ich als Handewerker, Hausmann und Vater und zwei pubertierende Teens- wir können gleich mal üben für die Zukunft." Er hat mir ein Büro eingerichtet. Steht morgens mit mir auf und sitzt mit mir an den Frühstückstisch. Mittags steht das Essen auf den Tisch. Abends kochen wir gemeinsam und fahren mit den Fahrrädern einkaufen. Neben ihn einschlafen. ...

Erzieherische Massnahmen

Bei uns am Tisch geht es immer lustig und laut zu und her. Sechs Personen an einem Tisch- der Jüngste 9 und der Älteste 49 Jahre alt. Das Leben in einer Patchworkfamilie; mein Dad, mein Bruder und ich, die Freundin meines Vaters und deren beiden Kinder, die für mich wie richtige Geschwister sind. Ich glaube, wer zum ersten Mal bei uns für eine Mahlzeit am Tisch sitzt, könnte leicht einmal ein wenig überfordert sein und wenig zu Wort kommen. Mein Vater meint manchmal halb genervt, halb amüsiert, dass es bei uns wie bei einer italienischen Familienfeier zu und her gehe- und ganz so unrecht hat er nicht. Ziemlich laut ist es in der Regel, ein Durcheinander von Stimmen und Händen und man muss geschickt kämpfen, um an jene Dinge am Tisch zu kommen, die man bei sich haben möchte. Ganz zu schweigen von der Möglichkeit, zu Wort zu kommen. Dabei kommen nicht selten die merkwürdigsten und lustigsten Gesprächsthemen auf, ein Gemisch aus allen Lebensbereichen von den verschiedenen Personen di...

Advent, advent

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Ich bin bereit- die Weihnachtszeit kann kommen! Mit dem Fertigstellen unseres Familien-Adventskalenders ist auch meine weihnachtliche Vorfreude endlich erschienen! Noch 24 Tage bis Weihnachten- und bis dahin darf jedes Mitglied unserer Familie vier Geschenke aufmachen. Jedes Familienmitglied hat eine Farbe (ich zum Beispiel erhalte alle pinken Geschenke) und es war ein ziemlicher Aufwand aber auch eine grosse Freude, für alle die "perfekten" Geschenke zu finden...  

Mensch der Woche #18

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Ich sitze im Zug, bin unterwegs und todmüde, die grossen Kopfhörer aufgesetzt und höre abgekapselt von der Welt Musik. Das gleichmässige Rütteln des Zuges macht mich schläfrig, beinahe döse ich ein. Der Zug hält an, Eine Frau mittleren Alters und eine junge Frau ungefähr in meinem Alter setzen sich freundlich lächelnd zu mir ins Abteil. Mutter und Tochter, denke ich, die beiden sind sich wie aus dem Gesicht geschnitten. Ich nicke ihnen zu, bringe auch noch ein schwaches Lächln zu Stande und schaue wieder aus dem Fenster.  Während der Pause zwischen zwei Liedern höre ich die junge Frau leise lachen und blicke auf. Sie sitzt an ihre Mutter gekuschelt schräg auf dem Sitz, den Arm der Mutter um sich geschlungen. Die Mutter hat ihren Kopf gesenkt, das Kinn auf den Scheitel ihrer Tochter gestützt und erzählt ihr flüsternd etwas, das ein strahlendes Lächeln auf ihr Gesicht zaubert.  Ich bin fasziniert und wie gebannt von ihrem Anblick, beobachte die beiden durch die reflekt...

Geschichten

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Seit es Menschen gibt, gibt es auch Geschichten. Geschichten begeistern Jung und Alt, Menschen aller Generationen. Geschichten vermögen einen in eine andere Welt zu entführen, lassen einen träumen und phantasieren und die reale Welt eine Weile vergessen.  Ich erinnere gut daran, wie meine Grossmutter mir immer Geschichten vorgelesen hat. Ich sass dann auf ihrem Schoss oder lag an sie gekuschelt auf dem Bett, folgte ihrem Finger auf der Buchseite und lauschte ihrer Stimme. Für ihre Stimme bewunderte ich sie am Meisten; Ihre Stimme war ihr Werkzeug- wie der Zauberstab einer guten Fee, hauchte die Stimme meiner Grossmutter jeder einzelnen Figur Leben ein, verlieh ihr eine eigene Stimme und erweckte sie zum Leben. Ich liebte es, mit meiner Grossmutter in Phanasiewelten zu reisen, ihrer Stimme zu lauschen oder einfach nur, sie beim Vorlesen anzuschauen. Und ich genoss die Nähe zu ihr; Das gemeinsame Eintauchen in eine Geschichte machte uns zu Verbündeten. Genau deshalb li...

Life as i Love it- Life as i missed it

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Meine Prüfungen sind vorbei und ich habe endlich Zeit. Oder zumindest habe ich das Gefühl,alle Zeit der Welt zu haben (und verdränge vorerst mal die Arbeiten die ich noch schreiben sollte). Ich habe Zeit, um morgens einfach im Bett liegen zu bleibe. Zeit, um erst um 11 Uhr zu frühstücken. Zeit, um mit meinen Geschwister sündhafte Hamburger zum Mittagessen zu machen. Zeit zum Lesen. Zeit, um Filme zu schauen. Zu zeichnen. Zu schreiben. Zeit für mich. Um Ordnung in meine Gedanken und Gefühle zu bringen. Ordnung in mein Leben. Mein Zimmer. Zeit, um bei strömendem Regen die Geschwister in ihre Gummistiefel zu quetschen, sich Regenschirme und die Kamera zu schnappen und stundenlang im Regen zu tanzen. Zeit, mich ihnen zu widmen. Ihnen stundenlang zu zuhören. Mit ihnen herum zu albern. Sie zu Bett zu bringen. Zeit zum Geniessen. Zeit zum Leben.

Wir können es schaffen

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Du warst meine Familie. Du und nur du allein. Für eine lange Zeit. Du warst meine Familie und mein Leben. Für dich habe ich gekämpft und gelebt. Für dich war ich stark. Nun haben wir endlich eine Familie- ich habe mich für die eine Seite enschieden, du dich für die andere. Und das hat uns beinahe weiter voneinander entfernt. Es hat mir Angst gemacht, dich entgleiten zu sehen. Es hat mir Angst gemacht, nicht zu wissen, was läuft. Ich mache mir Vorwürfe, dass ich nicht mehr weiss, wann es dir schlecht geht. Ich  mache mir Vorwürfe, dass ich nicht mehr so für dich einstehen kann, wie es früher möglich war. Es tut weh, dich nicht mehr täglich zu sehen- wenn auch nur für einige Minuten. Ich vermisse es, dass du jeden Abend in mein Zimmer gekommen bist, sobald du Zuhause warst. Es tut weh, mit dir nach Terminen zu suchen, bis wir uns endlich wieder sehen. Ich vermisse es, mit dir auf dem Sofa eingekuschelt Fern zu schauen. Ich vermisse unsere Gespräche. Deine Witze. Dein Lachen. Ich v...

Heimat

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Heimat ist ein Gefühl, kein Ort. Es ist auf keiner Landkarte zu finden, sondern nur in den Herzen der Menschen, die mich lieben. Und dort, wo das eigene Herz wohnt. Heimat ist Geborgenheit. Zugehörigkeit. Identität. Zärtlichkeit. Ehrlichkeit. Verständnis. Heimat ist Lachen und Weinen, alles zusammen teilen. Heimat ist ein Daheim und füreinander da sein. Heimat ist dort, wo man sich selbst sein kann, ohne sich davor fürchten zu müssen. Heimat ist Nähe. Heimat ist Treue. Heimat ist Liebe. .

Mensch der Woche #12

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Mein Skizzenbuch ist mir heilig und zählt nebst meinem Tagebuch (das wegen diesem Blog viel zu wenig gebraucht wird) zu meinen wichtigsten und persönlichsten Dingen. Als ich das Skizzenbuch vor einigen Tagen aufschlug, sah ich, dass jemand auf der hintersten Seite etwas hingekritzelt hatte- und bevor ich dieses "etwas" genauer anschaute, war ich beinahe schon wütend. Bis ich die krakelige Handschrift meines "kleinen" Bruders erkannte und den Text las. Da hätte sich doch beinahe ein Tränchen in meine Augen geschlichen... Er ist der Beste. Mein Mensch der Woche. Mein Mensch des Monats. Mein Mensch der letzten 18 Jahren. Und obwohl er mir schon längst über den Kopf gewachsen ist, wird er immer mein "kleiner" Bruder sein. Mein kleiner Bruder, auf den ich unendlich stolz bin, mit dem ich so viele Dinge erlebt habe und für den ich immer da sein möchte. Weil er mehr als nur ein Mensch der Woche, sonder ein Mensch des Lebens ist. Eigentlich gäbe es an dieser St...

Drawings 3 oder: er hat einen viel zu grossen Kopf

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Was für Banausen es in meiner Familie gibt, kann ich an diesem Bild (Geburtstagsgeschenk für Anna) zeigen... Mein Vater: "Ach du meine Güte, ist das ein Kriegsopfer...?" "...?!?" "Dem fehlt ja der halbe Kopf" meine herzallerliebste kleine Schwester: "...der Kopf ist ja viel zu gross..." "das ist nur ein BILD Tonia..." "Ja aber schau mal.... viel zu gross..."

Mensch der Woche #8

Mein Mensch der letzten Woche war Celina (16).  Gibt es eigentlich einen unkomplizierten Ausdruck für "die Tochter des Freundes meiner Mutter"? TdFmM? Das wäre sie nämlich. auf Facebook hat sie mich aber als Schwester angegeben, fand ich unglaublich süss. Auf jeden Fall habe ich sie letzte Woche spontan gefragt, ob sie nicht Interesse an einem Tanzkurs hätte. Und sagenhafte zwei Stunden später hatte sie einen Tanzpartner aufgetrieben. Etwas, wofür andere (ich will jetzt keine Namen nennen) ungelogen einen Monat brauchen. Tragisch aber wahr. Also kam sie dann mit einem "Kollegen", der zufälligerweise auch der Ex  aber wieder vergeben ist, in den Tanzkurs. Während dem Tanzen bemerkte ich immer wieder, wie sie mich beobachtete und mit ihm über mich zu reden schien. Im Nachhinein habe ich erfahren, dass sie ihm so ziemlich alles erzählt hat, was sie über mich weiss und dass sie darüber getratscht haben, wie gut ich und mein Tanzpartner zusammenpassen und ob und wie vi...

Day 27

A problem that you have had.    Ein Problem, das ich hatte... Da gibt es eigentlich einige. Ich glaube, so mein letztes "grosses Problem" war mit meinem Auszug verbunden.  Als anfangs Juli ich meiner Mutter eröffnet hatte, dass ich auf Ende Dezember zu meinem Vater und seiner Freundin ziehen möchte, brach eine riesen Krise aus. Wie einige von euch vielleicht schon das eine oder andere mal in meinem Blog herausgelesen haben, bin ich absolut kein Mama- Kind. Zu vieles ist zwischen uns schief gelaufen, zu viele Erwartungen und Wünsche wurden nicht erfüllt. Sie unterstellt mir jenste Gemeinheiten, Anschuldigungen, die bei mir direkt in herz stachen. Ich hätte mit meinem Wunsch nach einem Umzug gerade unsere ach so schön Mutter- Tochter- Beziehung zerstört, in Scherben geschlagen. Vor lauter Erstaunen brachte ich gar keine Antwort heraus. Welche Beziehung bitte? Eine solche Beziehung gab es nicht, seit ich ungefähr 8 jahre alt war. Wie kann man etwas nicht- existierendes also ...

Day 19

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Disrespecting your parents. Kommt darauf an, welchen meiner beiden Elternteile.  Nein, eigentlich nicht einmal das.  Sie haben beide Seiten an sich, die sie nicht haben sollten.  Seiten, die Eltern nicht haben sollten. Seiten, für die ich sie hasse. Für die ich sie verachte. Seiten, die so vieles in meinem Leben kaputt gemacht haben. Bei beiden äussern sich diese Seiten auf komplett verschieden Weisen. Ich weiss nicht, wann mir meine Mum jemals gesagt hätte, dass sie mich liebt. Dass sie es mich hätte spüren lassen. Irgendwann einmal ging deshalb etwas Grundlegendes kaputt zwischen uns. Etwas, das mich meine Mutter vermissen lässt. Ich vermisse nicht sie persönlich, sondern eine Mutter. Eine Mutter, wie ich sie mir 21 Jahre lang gewünscht hätte. Eine, die die Stärke nicht fakt und auch ihre Schwäche zulässt. Eine die umarmt. Ermutigt. Zuhört. Versteht. Unterstütz. Nicht nur physisch sondern auch psychisch da ist. Eine die menschlich ist, nahbar, und keine Show insze...

Scheidungskinder

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Mama, wo bist du gerade? Bist du noch bei der Arbeit? Bist du in deiner neuen Wohnung? Oder vielleicht sogar im Urlaub? Vor zwei Jahren, da wusste ich immer, wo du bist und wann du nach Hause kommst. Mama, denkst du gerade an mich? Denkst du auch an meinen kleinen Bruder? Und denkst du auch manchmal noch an Papa? Vor zwei Jahren, da hab ich noch gewusst, dass du an uns denkst und uns liebst- denn du hast uns deine Liebe täglich spüren lassen. Mama, wie geht es dir gerade? Bist du glücklich? Oder hast du Kummer? Was denkst du gerade? Was fühlst du? Vermisst du uns eingentlich manchmal noch- uns, deine Kinder? via

Christmas- Countdown

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Eine Freundin hat mich auf diese Challenge (weiss nicht, woher sie das Bild hat) aufmerksam gemacht und da ich für die Weihnachtszeit noch nichts spezielles für meinen Blog hatte, ignoriere ich Day 1 und 2 und ersetzte 4 durch 1 (da ich kein Rentier kenne). Ich werde mir auch grosse Mühe geben, jeden Tag zu posten und falls sonst noch jemand mitmachen möchte, dürft ihr mir gerne einen Kommentar hinterlassen und mitmachen! Day 4: Is Christmas your favourites holiday? Ich LIEBE Weihnachten und warte bereits schon am 27.12 auf das nächste Weihnachtsfest- allerdings nur bei der Familie väterlicherseits. Bei ihnen ist es wirklich das Fest der Liebe, während Weihnachten mit der Familie mütterlicherseits ein lächerliches Laienschauspiel ist, bei dem jeder für den anderen Interessen und ansatzweise Liebe heuchelt. Bei den Eltern meines Vaters ist das ganze Fest sehr traditionell und verläuft eigentlich jedes Jahr genau gleich. Mehr oder weniger pünktlich trudeln alle Familienmitglieder, die i...

Seifenblasenträume

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"Wieder streiten sie schreien einander laut an hören sich nicht zu. Streit, schreien, weinen, immer wieder das Gleiche. Drehen sich im Kreis." Dieses Haiku habe ich am 17. 11. 2009 geschrieben- ein Jahr ist seither vergangen, 360 Tage. So vieles hat sich verändert- zum Guten habe ich gedacht. Nun liege ich im Bett. Verfluche unser Haus für seine Ringhörigkeit. Meine Schiebetüre für ihre Lärmdurchlässigkeit. Frage mich, was wohl die Nachbaren eine Etage weiter oben denken, ob sie sich auch abzulenken versuchen, den Kopf unters Kissen stecken und die Musik aufdrehen müssen. Wenn ich mich konzentriere, kann ich Wortfetzten hören, wenn ich versuche, nicht hinzuhören, ist trotzdem noch Geschrei wahrnehmbar. Weder das eine noch das andere will ich. Unter dem Kissen wird es heiss und die Luft dünn. Ohrstöpsel sind kaputt. Schlafen kann ich nicht. Hin und hergerissen zwischen hinhören und weghören. Bemerke plötzlich, dass mindestens jemand von drei Personen weint. Mein Bruder. Versuc...

Glücksgefühle...

Glücksgefühle.. gerade bin ich sooo voll davon. Glücklich. Berührt. Voller Liebe. Zärtlichkeit. Stolz. Ich kann es gar nicht alles beschreiben. Und dabei war es nur eine kleine Geste. Seit knapp einem Jahr kenne ich nun meine beiden "Stiefgeschwister". Zu Tonia hatte ich von Anfang an eine sehr enge Verbindung. Sie ist ein Sonnenschein. Strahlend. Laut. Aktiv. Selbstbewusst. Stark. So scheint sie. Doch ich habe von Anfang an etwas anderes in ihr gesehen. Unsicherheit. Etwas Zerbrochenes. Zartes. Feines. Das verletzte Kind in ihr. Die anderen Eigenschaften waren nur ein Deckmantel, die das Tatsächliche verbergen sollten- und erstaunlicherweise sah ich durch diesen dicken Mantel hindurch. Ich sah den Schmerz in ihr. Den Wunsch nach Anerkennung. Den hungrigen Blick nach Liebe und Zärtlichkeit. Dementsprechend klebt die Kleine an mir. Ihre Mutter selbst ist auch sehr taff, manchmal wirkt sie beinahe hart, weiss wohl manchmal nicht so genau, wie sie ihre Gefühle zulassen und auch ...

...und ich war nicht da...

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Es ging dir schlecht. Du wusstes nicht mehr weiter. Warst am Boden. Musstest weinen und wusstest nicht wieso, konntest nicht aufhören. Warst am verzweifeln. Bist immer tiefer versunken. Im Elend, der Angst, der Verzweiflung, Trauer, Fragen, Panik, Ohnmacht... Ich war nicht da! Es ging dir verdammt noch mal schlecht und ich war nicht da. Und dabei habe ich mir doch geschworen, IMMER da zu sein, dich zu beschützen, zu bewahren, für DICH da zu sein und dich zu unterstützen. Mcih zwischen dich und alles Schlechte zu stellen, es zumindest zu versuchen. Dich in den Arm zu nehmen und zu trösten. Dir Mut zu zu sprechen und dir Glauben zu schenken. Glauben an dich selbst, an das, was du erreichen kannst und den Glauben, nein; das Wissen, geliebt zu werden. Ohne wenn und aber, bedingungslos. Weil ICH dich liebe. Aber dieses eine Mal war ich nicht da. Und ich habe nicht einmal gewusst, wie elend es dir ging. Irgendwie habe ich erwartet, es zu spüren, zu merken, wenn es dir nicht gut geht, wenn e...

In our family portrait we look pretty happy, Let's play pretend, act like it goes naturally

Ich könnte kotzen. Schreien, kratzen, beissen, auf etwas einschlagen- egal was, solange es mich innerlich beruhigt, mir Frieden schenkt. 4 Stunden lang perfekt inszeniertes Laienschauspiel. Gezwungene Küsschen. Verkrampftes Lächeln, gepresstes Lachen. Geheucheltes Interesse. Mühsam aufrecht erhaltene Aufmerksamkeit. Erzwungene Umarmungen. Smalltalk um ja keine peinliche Stille aufkommen zu lassen. Verkrampfte Haltungen. Lächeln, das die Augen nicht erreicht. Hohle Worte. Leere Versprechungen. Verborgener Schmerz. Tränen werden heruntergeschluckt. Einsamkeit, Verlorenheit, Schuld, Verletzung, Wut, Tränen- nicht gezeigt. 4 Stunden in der Hölle, perfekt inszeniert als Familienschauspiel. Dieser Clip und auch das Lied haben mich früher immer und immer wieder zum Weinen gebracht- heute war's nach langer Zeit wieder einmal so weit... Manchmal denke ich, das ein Gespräch zwischen mir und P!nk ziemlich interessant verlaufen könnte...

Bruderherz

Gestern Nacht, ich unterwegs in der Stadt mit meinem Bruder. Ins Gespräch vertieft überqueren wir eine grosse Strasse, als uns drei Afrikaner entgegen kommen. Sie starren mich an, ich ignoriere sie. Mein Bruder nicht. Starrt böse zurück. Legt besitzergreifend seinen Arm um mich und drückt mich an sich. Mein Gesicht auf seiner Brust kann ich mir knapp ein lachen verdrücken. Erst nach eineigen Minuten und einem prüfenden Blick über die Schultern lässt er mich los. "Wieso starren die dich so an?!". Schulterzucken meinerseits und ein Murmeln das als "Männer.." zu verstehen sein sollte. "Ist das immer so?". Ich verlegen, weiss nicht genau, was sagen. Es ists lange her, seit ich so mit meinem Bruder unterwegs war. "Na ja, vorallem bei Schwarzen....". Mein Bruder entrüstet. Er, der so viele afrikanische Freunde hat, warnt mich vor Afrikaner, wütend darüber, wie ich vorhin angestarrt worden bin. Erneut SChweigen meinerseits. Ich bin gerührt. Mein kleiner...