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Trauer ist grau

Wenn Trauer eine Farbe hätte, dann wäre sie Grau. Sie wäre von einem undurchdringlichen und dunkeln Grau, dass sich wie ein schwerer Schleier über die Menschen legt, dachte sie. Ja, Trauer wäre Grau. Trauer war Grau. Ein hässliches und abweisendes Grau, dass es fertig brachte, allem Anderen um einen rum die Farbe herauszusaugen- das satte Grün aus dem Gras, das fröhliche Blau des Himmels und das energiespendende Gelb aus der Sonne. Und je mehr Farben der Aussenwelt die Trauer an sich gerissen und in sich hineingezogen hatte, desto düsterer wurde die Aussenwelt und dunkler das Grau der Trauer. Das geht so lange, bis die Welt in Grau versinkt und die Trauer selbst zu einem alles überdeckenden Tiefen Schwarz geworden ist. Einmal an diesem Punkt angelangt, laugt dich die Trauer aus, saugt alle Energie aus dir heraus und es wird immer schwieriger, ihren Fängen zu entringen. Ja, erkannte sie, die Trauer ist weniger ein Gefühl als eine Seuche, die sich über die Herzen und Seelen der Mensche...

Verarscht mich das Universum?

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Gerade so fühlt es sich nämlich gerade an. Von 365 möglichen Tage pro Jahr, sucht sich das Schicksal immer wieder genau EINE Woche aus, um besonders gemein und hinterhältig mit mir umzugehen. Gerade in dieser Märzwoche im Jahr, in der ich sowieso schon die ganze Zeit nur Millimeter davon entfernt bin, in Tränen auszubrechen- und das die ganze Zeit, in der ich wach bin. Zuzüglich der Zeit, die noch dazu kommt, weil ich andauernd aufwache, schlecht Träume, Schweissgebadet und mit tränennassen Wangen aufwache. Gerade  diese Woche sucht sich das Schicksal aus, um sein Unwesen mit mir zu treiben.  Am Montag ziert die Schlagzeile "Gleitschirmpilot überlebt Absturz" die Anzeigetafel auf meinem Schulweg. Ein verdammt fieser Schlag in die Magengrube. Ich beisse auf die Zähne, schlucke aufkeimende Tränen hinunter und reisse einen Witz über Zufälle, die es nicht gibt. Ein schiefes Grinsen und abrupter Themawechsel. Heute im Seminar dann die Frage, wie man im Schulalltag mit dem Thema T...

Ich bin zurück...

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..und habe eine unglaubliche Woche hinter mir. Unglaublich schön. Unglaublich intensiv. Unglaublich traurig. Unglaublich vollgestopft. Unglaublich unglaublich. Ich habe eine Woche lang mit ca. 4500 anderen Menschen verbracht. Habe einen Schlafsaal mit 1178 anderen Frauen geteilt und mich aufgrund grosser Kälte die ganze Nacht an Sandra gekuschelt, die in ihrer fetten Daunenjacke schlief. Ich habe getanzt, gelacht, geweint, getröstet und bin getröstet worden. Viele Umarmungen. Viel Musik. Viele Gebete. Viele Worte, die bis tief ins Herz hinein gingen. Viele Begegnungen mit wunderbaren Menschen. Neue Mensche, alte Freunde. Meine Teens. Andere Leiter. Ich bin voller Liebe, ausgelaugt, erfüllt mit Freude und Erleichterung. Himmelhochjauchzend. Todmüde. Ich habe noch nie so viel geweint während einer Woche (ausser vielleicht in Moldawien). Wurde nie so oft umarmt in einer Woche (ausser vielleicht in Moldawien). Habe nie so viele andere Tränen getrocknet (ausser vielleicht in ihr wisstschonw...